Reha-Sport
Vorstellung der Herzsportgruppe
Die Herzsportgruppe, früher auch Coronar-Sportgruppe genannt, besteht seit dem 09.03.1984 und wurde bei der VHS Selm gegründet.
Die Gründung lag in der Verantwortung des damaligen Trägers, der VHS Selm (Günter Neuhaus), dem betreuenden Arzt, Dr. Puschmann und dem Übungsleiter Manfred Kappert.
Am 26.02.1993 wechselte die Gruppe aus organisatorischen Gründen zum PSV Bork und wurde bei der Abteilung „Fitness und Gesundheit“ beim PSV Bork geführt.
Seit Januar 2003 gehört sie neben der Krebsgruppe der Abteilung „Reha-Sport“ des PSV Bork an.
Die Sportgruppe ist eine Trainingsgruppe und zählt heute 6 Frauen und 27 Männer im Alter von 42 bis 82 Jahren.
Die Teilnehmer dieser ambulanten Herzsportgruppe sind „Ganzjahres-Kursteilnehmer“ beim PSV Bork und im Rahmen der Sportversicherung abgesichert. Sie zahlen z. Z. einen Jahresbeitrag in Höhe von 46,00 Euro. Des Weiteren wird diese Maßnahme durch die Krankenkassen finanziell unterstützt.
Der Sport findet regelmäßig, einmal wöchentlich, freitags in der Zeit von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr in der Sporthalle des Institutes für Aus- und Fortbildung der Polizei in Bork statt.
Welche Ziele verfolgen wir mit unserem sportlichen Angebot?
Primäres Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu neuem Selbstvertrauen und neuer Lebensfreude zu verhelfen und die negativen Erfahrungen der durchgemachten Erkrankungen oder Operationen am Herzen besser und schneller bewältigen zu können bzw. vergessen zu lassen.
Jeder soll in der Lage sein, sich auf die Krankheit einzustellen, bestehende Risikofaktoren abzubauen und sein Leben so zu gestalten, dass ein neuer Infarkt möglichst vermieden wird.
Die ersten sportlichen Berührungspunkte finden unsere Gruppenangehörige bereits in den Reha-Kliniken bei einer Anschlussheilbehandlung. Die dort begonnene Bewegungstherapie wird in unserer Sportgruppe fortgesetzt.
Die Wege zu unseren angestrebten Zielen führen über ein/e
- Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit des Herz-Kreislaufsystems
- Verbesserung der Ausdauer, der Gelenkigkeit und Beweglichkeit, im begrenzten Maße auch der Kräftigung,
- Verbesserung der Koordinationsfähigkeit und Bewegungssicherheit im Alltag
- Ausgleichen des Bewegungsmangels oder einer einseitigen Alltagsbewegung
- Erlernen von Fertigkeiten, soweit sie für die sportlichen Tätigkeiten notwendig sind
- Erlernen der Koordinierung von Atmung und Bewegung
- Abbau von Stress
Wir sind stets bemüht, durch ein ausgewogenes Sportprogramm, abwechselungsreiche Bewegungsübungen und Spiele die Belastbarkeit des Einzelnen individuell zu stabilisieren und langfristig auch zu verbessern.
Gehen, Walken und Laufen, Wahrnehmungs- und Koordinationsspiele sowie Lockerungs- und Dehnungsgymnastik, bilden den Anfangsteil des Trainings. Danach folgt Gymnastik mit und ohne Handgerät, zur Schulung von Kraft, Beweglichkeit und Koordination.
In der Regel schließt sich ein Walktraining oder Dauerlauf zur Verbesserung der allgemeinen aeroben (ohne Atemnot) dynamischen Ausdauer an.
Die sich anschließende Spielphase beinhaltet beispielsweise Prellball, Family-Tennis, Federball, Hockey, Brennball oder das in der Gruppe sehr beliebte Keulenspiel an.
Zur Normalisierung der Körperfunktion bilden in der Regel die sogenannten Standartbelastungen, Lockerung und Dehnung (Stretching-Programm), leichtes Auslaufen/Walken, den Abschluss einer Übungseinheit.
Alternativ bzw. ergänzend bieten die Übungsleiter auch Entspannungs-/Atemübungen oder Massagen an.
Bei den meisten Gruppenteilnehmern/innen ist festzustellen, dass sie ihre Lebensgewohnheiten so umgestellt haben, dass Sport zum selbstverständlichen Bestandteil der persönlichen Lebensführung geworden ist.
Die Aktivitäten unserer Herzsportgruppe reduzieren sich jedoch nicht nur auf den allgemeinen Trainingsbetrieb.
Kegelnachmittage, regelmäßige Radtouren, jährliche Weihnachtsfeiern oder sonstige gesellige Angebote mit Partnerinnen und Partnern, die die Gruppe organisiert, werden immer zahlreich angenommen und prägen letztendlich den Gemeinschaftssinn in der Gruppe und das Zugehörigkeitsgefühl jedes Einzelnen.
Im Laufe der Zeit sind innerhalb der Herzsportgruppe kleine Freundeskreise mit gleichen Interessen oder Freizeitneigungen entstanden.
Die Übungsleiter besitzen die Sonderlizenz „Koronarsport“ und nehmen regelmäßig an den vom Landessportbund NRW angebotenen und vorgegebenen Fortbildungsmaßnahmen teil. Sie sind für Form und Inhalt der Übungsstunden verantwortlich und bieten ein zielgruppengerechtes Sportprogramm an. Sie sind das Bindeglied zwischen Teilnehmern und Träger.
Die Übungsleiter sind stets bemüht, ihre Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Bewegungstherapie und des Zielgruppensports für Herzinfarktgeschädigte auf die Teilnehmer zu übertragen. Wie der Arzt beraten auch die Übungsleiter individuell und versuchen eine harmonische Gruppenatmosphäre zu schaffen. Es besteht ein gutes „Arbeitsklima“ zwischen ihnen und den betreuenden Ärzten.
Die Ärzte sind auf jeden Notfall vorbereitet und betreuen die Gruppe mit großem Engagement. Sie sind während der Übungsstunden ständige Ansprechpartner in alle medizinischen und psychologischen Angelegenheiten. Zur Verfügung stehen ihnen eine einsatzbereite Notfallausrüstung, zu der ein Notfallkoffer und Notfallgerät (Defibrillator) gehören.
Mitglied dieser Gruppe kann jede/r Herzkranke, auch Bypassoperierte oder Träger von Schrittmachern, werden, die/der vor Eintritt eine Eingangs- und Abschlussuntersuchung bei seinem Hausarzt / seiner Hausärztin hat vornehmen lassen. Dieser/Diese stellt die Notwendigkeit einer Teilnahme fest, schließt Kontraindikationen, also eine Gesundheitsgefährdung durch diesen Sport aus.
Wer also ohne Leistungsdruck Sport erleben möchte, Spaß an der Bewegung hat und ein Gruppenerlebnis in einer Gemeinschaft erfahren möchte, kann sich uns gerne anschießen.
Sport in der Krebsnachsorge
Der PSV Bork 45 e. V. bietet im Rahmen des Präventions- und Rehabilitationsportes die Teilnahme in einer Krebssportgruppe an. Eine Übungsleiterin mit der besonderen Qualifikation für „Sport mit Krebskranken“ leitet diese Sportgruppe.
Seit Januar 2003 gehört diese Gruppe, die z. Z. 10 Mitglieder zählt, der Abteilung „Reha-Sport“ im PSV Bork an.
Der Trainingsbetrieb findet jeden Mittwoch von 16.00 – 17.00 Uhr im Judoraum (Gymnastik, kleine Spiele, Entspannung) der Sporthalle des Institutes für Aus- und Fortbildung der Polizei in Bork oder im Gelände des IAF der Polizei in Bork zum Walking-Training statt.
Ziel dieses Angebotes ist es, durch Sport Kraft und Lebensfreude zu finden und die Verbesserung der körperlichen, seelischen und sozi-alen Situationen von Krebskranken im Anschluss an Klinik zu fördern.
Im körperlichen Bereich wird eine Verringerung oder gar Aufhebung von Bewegungseinschränkungen als Folge von Krankheit, Operation und Therapie erzielt. Zusätzlich werden die Abwehrkräfte des Immunsystems gestärkt. En gestärktes Immunsystem liefert bekanntlich gewisse Schutzmechanismen gegenüber Neuerkrankung, gegenüber Zweiterkrankungen und gegenüber Infektanfälligkeit.
Im psychischen Bereich können die Teilnehmenden über den Weg der bewussten Körpererfahrung durch Bewegung, Sport und Spiel das Vertrauen in den eigenen Körper wiedergewinnen, den eigenen Körper neu begreifen lernen und als Leib-Seele-Einheit verstehen. Hieraus kann ein gestärktes Selbstwertgefühl erwachsen. Zudem hilft es, Stress und Schmerz besser zu verarbeiten.
Im sozialen Bereich entwickeln sich im spielerischen Miteinander vielfältige soziale Kontakte, die auch einer Vereinsamung entgegenwirken können.
Trainingszeiten:
Herzsportgruppe
Freitag, 17.00 - 18.30 Uhr
Ort: Sporthalle der LAFP Bork
Übungsleiter:
Manfred Kappert
Gerritje Rijks
Wolfgang Mähler
Betreuende Ärtzte:
Dr. Petra Schwarz
Krebsnachsorge-Sportgruppe
Mittwoch, 17.00 - 18.30 Uhr
Ort: Sporthalle der LAFP Bork
Übungsleiter:
Gerritje Rijks
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